In der Stille und Geduld des Winters liegt die Kraft für das Neue.
Monika Minder

Im Januar herrscht im Garten absolute Ruhe. Der Monat eignet sich, um manche Bäume und Sträucher zu schneiden. Der Schnitt sollte an einem frostfreien Tag erfolgen, denn gefrorene Schnittstellen splittern leicht und erschweren so die Heilung. Nur harte Gehölze kommen dafür infrage. Zu ihnen gehören Wildsträucher wie Haselnuss, Weide, Holunder und Schlehe. Auch sogenannte Decksträucher wie Forsythie, Deutzie, Falscher Jasmin, Weigelie oder Zierjohannisbeere lassen sich jetzt schneiden. Diese Pflanzen können sogar auf den Stock gesetzt, also bis auf 30 Zentimeter über dem Boden gekürzt werden.

Während der Garten ruht, ist Zeit für die Zimmerpflanzen. Sie benötigen im Winter besondere Aufmerksamkeit, da sie die trockene Heizungsluft oft nicht gut vertragen. Außerdem ist der Januar ideal für ein paar kleine Experimente – etwa, um eine Ananas oder Papaya zu ziehen oder schon mal vorsorglich durch eine Keimprobe herauszufinden, ob altes Saatgut noch für die nächste Gartensaison taugt.